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Wahre Charaktere, gute Karikaturen, schone Ungeheuer: Zur Poetik des Hasslichen im 18. Jahrhundert
Barnes and Noble
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Wahre Charaktere, gute Karikaturen, schone Ungeheuer: Zur Poetik des Hasslichen im 18. Jahrhundert in Bloomington, MN
By Barnes & Noble
Current price: $64.00


Wahre Charaktere, gute Karikaturen, schone Ungeheuer: Zur Poetik des Hasslichen im 18. Jahrhundert in Bloomington, MN
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Size: Hardcover
Im neoplatonisch gepragten 18. Jahrhundert bildet das Hassliche nicht nur den Gegensatz des Schonen, sondern zugleich auch des Wahren und Guten. An sich selbst nichtig, wirkt es diesem Konzept nach lacherlich, sobald es sich eine eigenstandige Daseinsberechtigung anmasst. In der kunstlerischen Praxis lasst sich das Hassliche aber keineswegs auf die Identitat mit dem Falschen und Bosen festlegen: Das Charakteristische erhebt Anspruch auf Wahrheit, das Burôleske entzieht sich seiner moraldidaktischen Instrumentalisierung, das Amoralische erscheint in asthetisch schoner Gestalt, die Karikatur geriert sich als Medium objektiver Kritik. Da dies bereits in antiken Werken der Fall war, fuhlen sich Klassizisten und Aufklarer gleichermassen zu Positionierungen und Rechtfertigungen veranlasst. Der Umgang von Autoren wie Shaftesbury, Addison, Steele, Fielding, Hogarth, Herder, Pope Lessing, Mendelssohn, Bodmer und Sulzer mit der Selbstermachtigung des Hasslichen ist Gegenstand vorliegender Arbeit.
Im neoplatonisch gepragten 18. Jahrhundert bildet das Hassliche nicht nur den Gegensatz des Schonen, sondern zugleich auch des Wahren und Guten. An sich selbst nichtig, wirkt es diesem Konzept nach lacherlich, sobald es sich eine eigenstandige Daseinsberechtigung anmasst. In der kunstlerischen Praxis lasst sich das Hassliche aber keineswegs auf die Identitat mit dem Falschen und Bosen festlegen: Das Charakteristische erhebt Anspruch auf Wahrheit, das Burôleske entzieht sich seiner moraldidaktischen Instrumentalisierung, das Amoralische erscheint in asthetisch schoner Gestalt, die Karikatur geriert sich als Medium objektiver Kritik. Da dies bereits in antiken Werken der Fall war, fuhlen sich Klassizisten und Aufklarer gleichermassen zu Positionierungen und Rechtfertigungen veranlasst. Der Umgang von Autoren wie Shaftesbury, Addison, Steele, Fielding, Hogarth, Herder, Pope Lessing, Mendelssohn, Bodmer und Sulzer mit der Selbstermachtigung des Hasslichen ist Gegenstand vorliegender Arbeit.

















